2016

Raum

Umgang mit Raum in Video und Klang

 

Die Marler Medienkunst-Preise beziehen sich historisch und räumlich auf die Ausrichtung als Skulpturenmuseum und auf die modernistische Architektur im 1966 bezogenen Rathaus: Für Skulptur ist der Raumbezug ein entscheidendes Kriterium, deswegen sind für den Wettbewerb zum dritten Mal Medienkünstler eingeladen, die sich mit allen Facetten von Räumlichkeit in ihren Arbeiten beschäftigen.

Für den Videokunstpreis sollen bereits existierende Arbeiten eingereicht werden, die sich thematisch, formal oder in ihrer Präsentation auf den Raum beziehen. Raumbezug bedeutet hierbei auch die Vermeidung linearer Erzählstrukturen und eine andere zeitliche, nicht-lineare Struktur, etwa durch ein Loop im Video, das für die Ausstellungssituation im Museum ideal geeignet erscheint. Denkbar bleiben weiterhin klassische Einkanal-Videos, die auf einem Monitor gezeigt oder projiziert werden, wenn sie sich mit dem Thema „Raum“ beschäftigen. Vor allem jedoch zielt unser international ausgerichteter Wettbewerb auf Mehrkanal- und mit zusätzlichen Materialien erweiterte Installationen ab.

Für den EUROPEAN SOUNDART AWARD suchen wir ebenfalls explizit auf den Raum bezogene und den Raum charakterisierende Klangschöpfungen. Neben der künstlerischen Qualität ist vor allem die überzeugende akustische und plastische Formsicherheit ein Kriterium der Beurteilung.

Zusätzlich werden von der gleichen Jury drei von zehn für die Ausstellung ausgesuchte Wettbewerbsteilnehmer im Sommer 2016 nach Marl eingeladen, um ein Konzept für einen konkreten Ort in Marl zu entwickeln. Eines dieser Konzepte wird mit dem EUROPEAN SOUNDART AWARD ausgezeichnet und mit dem Preisgeld realisiert.

WDR 3, die Initiative Hören und die European Soundart Association streben die Stärkere Vernetzung der europäischen Kulturradiosender an. Aus den eingereichten Unterlagen soll somit ferner ein Künstler für eine internationale radiophone Produktion nominiert werden.

In der Ausstellung zu den Marler Medienkunst-Preisen 2016, die am 23. Oktober 2016 eröffnet wird, werden etwa 30 Werke im Skulpturenmuseum Glaskasten Marl und an anderen Orten ausgestellt.